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Digital-Werkstatt: Kommunen erarbeiten ihre Digitalstrategie

In lokalen Workshops, den Digital-Werkstätten, werden rheinland-pfälzische Gemeinden dabei unterstützt, ihre eigene Digitalstrategie zu entwickeln.

Anlass und Zielsetzung

Laut dem Zukunftsradar „Digitale Kommune“ des Deutschen Städte- und Gemeindebunds hat rund die Hälfte der Kommunen keine kommunale Digitalstrategie. Nur zehn Prozent schätzen ihren derzeitigen Stand der Digitalisierung als gut ein. Lediglich jede zweite sieht sich auf die Herausforderungen der Digitalisierung gut oder sehr gut vorbereitet.

Als sinnvolle Maßnahmen zur Umsetzung der Digitalisierung wurden von den im Zukunftsradar befragten Kommunen vor allem Fragen des Wissensaustauschs, der Vernetzung mit anderen Kommunen oder externe Beratung angesehen.

Das Projekt „Digital-Werkstatt – Kommunale Digitalstrategie“ unterstützt die rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinden, die verbandsfreien Gemeinden und Städte sowie die großen kreisangehörigen Städte mit einem ganztägigen Workshop bei der Erstellung einer ersten kommunalen Digitalstrategie, die als Arbeitsgrundlage für gemeinsame Projekte von Verwaltung, Bürgern und Wirtschaft dient. Partner im Projekt sind die Kommunal-Akademie Rheinland-Pfalz, die Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz, die Hochschule Kaiserslautern und das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern.

Vorgehensweise

Die rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinden, verbandsfreien Gemeinden und Städte sowie die großen kreisangehörigen Städte können sich für einen kostenlosen, ganztägigen Workshop, die Digital-Werkstatt, anmelden. Bis zu drei Kommunen können gemeinsam an einer Digital-Werkstatt teilnehmen. So wird kommunale Zusammenarbeit gestärkt. Die Kommunen können von den Erfahrungen der anderen profitieren. Die Digital-Werkstätten finden in den Kommunen mit bis zu 30 Teilnehmern statt, die von ihnen eingeladen werden.

Die Digital-Werkstätten starten vormittags mit einer kurzen Einführung in das Thema Digitalisierung. Anschließend haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, an Info-Stationen neun Handlungsfelder kennenzulernen, in denen sie digitale Projekte starten können. Dazu gehören zum Beispiel der Tourismus, Bildung und Jugend oder die kommunale Wirtschaft.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wählen Handlungsfelder aus, die für ihre Kommune besonders wichtig sind. Für diese Handlungsfelder sammeln sie Projektideen und planen deren Umsetzung. Diese Planungen werden dann in ihre kommunale Digitalstrategie gegossen. So hat jede Kommune am Ende der Digital-Werkstatt eine erste schriftliche, an ihre Bedürfnisse angepasste Digitalstrategie.

Ergebnisse

60 rheinland-pfälzische Kommunen nehmen 2018 und 2019 an einer Digital-Werkstatt teil.

Projektlaufzeit

September 2018 bis Dezember 2021

Homepage

www.landleben-digital.de/category/digital-werkstatt

Ansprechpartner

Sören Damnitz, Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V., Adolf-Kolping-Straße 4, 55116 Mainz, Tel. 06131 490 82 33, damnitz@ea-rlp.de


Der Beitrag ist erstmals erschienen im Buch „#landleben – Digital leben auf dem Land“. Sie können es hier als PDF herunterladen.

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